Wie eine Therapie bei mir beginnt
Der erste Schritt ist oft der schwerste. Damit Sie wissen, was Sie in meiner Praxis in Bonn erwartet, finden Sie hier den Weg von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Therapie im Überblick.
Der formale Einstieg in eine ambulante Psychotherapie ist bei gesetzlich Versicherten die psychotherapeutische Sprechstunde. Sie dient der ersten Einschätzung: Liegt eine behandlungsbedürftige Erkrankung vor, und welche Behandlung ist die richtige? Danach folgen die probatorischen Sitzungen und, bei Bedarf, der Antrag auf eine Therapie. Klingt bürokratisch, ist im Alltag aber unkomplizierter, als es sich liest, zumal ich Sie durch alle Schritte begleite.
Bevor Sie anrufen
Sie müssen sich nicht vorbereiten. Es reicht, wenn Sie den Mut finden, den Hörer in die Hand zu nehmen. Alles Weitere ergibt sich im Gespräch. Falls Sie mich nicht sofort erreichen, hinterlassen Sie gern eine Nachricht mit Ihrem Namen und Ihrer Nummer, ich rufe zurück.
Wichtig ist mir ein ehrlicher Hinweis: Die Wartezeit auf einen regulären Therapieplatz liegt derzeit bei über drei Monaten. In dringenden Fällen versuche ich, kurzfristig einen Termin möglich zu machen. Wenn es akut ist, sagen Sie das bitte gleich am Telefon.
Und noch etwas, das ich lieber vorher sage als hinterher: Eine Psychotherapie ist Arbeit, auch für Sie. Es wird Sitzungen geben, die anstrengend sind, und Phasen, in denen sich gefühlt wenig bewegt. Das gehört dazu und ist kein Zeichen, dass etwas schiefläuft. Was zwischen den Sitzungen passiert, ist oft genauso wichtig wie die Stunde selbst: Gedanken sacken lassen, Neues ausprobieren, beobachten, was sich verändert. Ich gebe Ihnen dafür keine Hausaufgabenlisten mit, aber wir sprechen darüber, was Ihnen zwischen den Terminen guttun kann.
Wenn Sie unsicher sind, ob eine ambulante Therapie in Bonn für Sie das Richtige ist oder ob es eher eine andere Behandlungsform braucht, etwa eine Klinik oder eine medikamentöse Begleitung durch einen Facharzt, ist genau das eine Frage für das Erstgespräch. Ich berate Sie dazu ehrlich, auch wenn die Antwort am Ende lautet, dass ein anderer Weg besser passt.
Häufige Fragen zum Start
Was muss ich zum ersten Termin mitbringen?
Ihre Versichertenkarte, wenn Sie gesetzlich versichert sind. Privatversicherte bringen nichts Besonderes mit, klären aber idealerweise vorab mit ihrer Versicherung, in welchem Umfang Psychotherapie im Tarif enthalten ist. Ansonsten brauchen Sie nichts vorzubereiten, auch keine Unterlagen über frühere Behandlungen. Wenn es welche gibt und Sie sie dabeihaben möchten, können sie hilfreich sein, notwendig sind sie nicht.
Was passiert, wenn ich einen Termin absagen muss?
Das Leben lässt sich nicht immer planen, sagen Sie einfach so früh wie möglich Bescheid, am besten telefonisch oder per E-Mail. Für sehr kurzfristige Absagen ohne wichtigen Grund kann ein Ausfallhonorar anfallen, das bespreche ich zu Beginn der Therapie transparent mit Ihnen.
Erfährt jemand von meiner Therapie?
Nein. Ich unterliege der Schweigepflicht, auch gegenüber Angehörigen und Arbeitgebern. Ihre gesetzliche Kasse erfährt, dass eine Therapie stattfindet und bewilligt wurde, aber keine Inhalte. Wenn Sie eine Verbeamtung oder bestimmte Versicherungen planen, sprechen Sie mich an, dann erkläre ich Ihnen, was eine dokumentierte Therapie dort bedeuten kann und welche Wege es gibt.
Ich wohne nicht direkt in Bonn. Kann ich trotzdem kommen?
Selbstverständlich. Viele meiner Patientinnen und Patienten kommen aus dem Umland, etwa aus Wachtberg, Meckenheim, Alfter, Bornheim oder dem übrigen Rhein-Sieg-Kreis. Entscheidend ist, dass Sie den Weg regelmäßig gut bewältigen können.
Sie möchten einen Termin vereinbaren?
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.